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Willkommen bei der Udo Gerhardt Schmetterlingsstiftung - Stiftung zur Förderung der Schmetterlinge im Biosphärenreservat Bliesgau !

Wir freuen uns über Ihr Interesse an unserer Stiftung. Auf dieser Seite möchten wir Sie über unsere Arbeit, unsere Ziele und unsere Fördermaßnahmen informieren.  Falls Sie Fragen an uns oder Informationen für uns haben, würden wir uns über eine Kontaktaufnahme freuen. Sie können dies unter der folgenden E-Mail-Adresse tun:

schmetterlingsstiftung@t-online.de oder gerhardtweyerich@t-online.de

Telefonisch sind wir wie folgt zu erreichen: 06842-930721.


Ein Paradies für Schmetterlinge erhalten

Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs, Admiral oder Kohlweißling. Wer kennt sie nicht diese „Gaukler“ der Lüfte. Die Schmetterlinge gehören zu den beliebtesten und variantenreichsten Tierarten unserer Erde. Die Vielfalt ihrer Farbenpracht ist einzigartig. Ihr Tarnungsvermögen bewundernswert. Und ihre Entwicklung vom Ei zur Raupe und Puppe bis zum fertigen Tier versetzt uns in Erstaunen. 

Weltweit gibt es mehr als 120.000 Schmetterlingsarten. Im Saarland immerhin noch über 2300 Arten, die meisten davon sind so genannte Nachtfalter. 115 Tagfalter sind im Saarland bekannt. Ein kleines Paradies – insbesondere auch für die Tagfalter - befindet sich im Bliesgau, im zukünftigen Biosphärenreservat. Hier hat sich über Jahrhunderte und auf engstem Raum ein Mosaik der unterschiedlichsten Schmetterlingslebensräume entwickelt. Die Kalk-Halbtrockenrasen der Bliesgauhügel, die feuchten Auentäler von Blies, Mandelbach und Bickenalb, die bewaldeten Bliesgauhügel und die kühlen Wälder des Saarbrücker Kirkeler Waldgebietes sind bundesweit und darüber hinaus für ihre herausragende Schmetterlingsfauna bekannt. Hier finden sich Tagfalter, wie bspw. der Goldene Scheckenfalter, der Große Feuerfalter oder der Thymian-Ameisenbläuling, die in vielen anderen Bundesländern ausgestorben oder vorm Aussterben bedroht sind; die im Bliesgau jedoch noch in großen Lebensgemeinschaften vorkommen. 

Goldener Scheckenfalter



Die Udo Gerhardt Schmetterlingsstiftung hat sich zum Ziel gesetzt, diesen einzigartigen Schmetterlingslebensraum auf Dauer und für unsere nachfolgenden Generationen zu erhalten. Dies ist auch dringend nötig, denn auch im Biosphärenreservat Bliesgau sind diese Falterlebensräume gefährdet. Trotz der vergleichsweise guten Bedingungen gelten auch hier und heute einzelne Schmetterlingsarten als ausgestorben oder sind vom Aussterben bedroht. Viele sind auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Es ist höchste Zeit, dass wir diesen Trend stoppen. Die Udo Gerhardt Schmetterlingsstiftung möchte hierzu ihren Beitrag leisten. Helfen Sie mit!

 
Über die Stiftung

Mit Ihrer Spende und den Erträgen der Stiftung sollen die Lebensräume für Schmetterlinge in dem Biosphärenreservat Bliesgau gesichert und das Wissen über die Lebensbedingungen, deren Bedrohung und mögliche Schutzmaßnahmen gefördert werden. Insbesondere die Kinder- und Jugendarbeit soll dabei unterstützt werden. 

 
Die Stiftung hat folgende Schwerpunkte:

- Die Förderung der Pflege von Falterbiotopen

- Den Erwerb oder die Pacht von bedeutsamen Falterbiotopflächen

- Die Förderung von Schutzmaßnahmen für Schmetterlinge

- Die Förderung und Vergabe von Forschungsaufträgen

- Das Herstellen und Verbreiten von Informationsmaterialien über die 
  Schmetterlingsfauna, deren Gefährdung und deren Schutz

- Die Unterstützung von Ausstellungen über Schmetterlinge

- Die Förderung von Bildungsmaßnahmen für Jung und Alt

- Die Förderung der Zusammenarbeit von Institutionen des Schmetterlingsschutzes

- Das Eintreten für den Schmetterlingsschutz gegenüber politischen
  Entscheidungsstellen

- Die Förderung des ehrenamtlichen Engagements im Schmetterlingsschutz


Dabei erstreckt sich der Förderbereich ausschließlich auf die Fläche des  Biosphärenreservats Bliesgau. 

Die Vision der Stiftung ist es, den Lebensraum für die Schmetterlinge im Biosphärenreservat Bliesgau auch in Zukunft zu sichern. Dazu sollten wir jene Verantwortung übernehmen, die es auch den zukünftigen Generationen ermöglicht, sich an der Vielfalt und Schönheit unserer Schmetterlinge der Bliesgauregion zu begeistern. 

 
Die Stiftung wurde Anfang 2007 gegründet. Sie verfügt über nur ein Entscheidungsgremium, den Vorstand. Er ist besetzt mit Experten und Vertretern von Umweltschutzorganisationen und Verbänden: Udo Gerhardt, Rainer Ulrich, Dr. Steffen Caspari, Dr. Dieter Dorda, Dr. Astrid Weyerich-Gerhardt.


Derzeit sind folgende Projekte im Aufbau:

-
30 Jahre Schmetterlingsfilme - eine Retrospektive 
- Schmetterlingsfauna Biosphäre Bliesgau – Ein Filmprojekt
- Veröffentlichungsreihe: „Schmetterlinge der Biosphärenregion Bliesgau“
  Heft 1 der Veröffentlichungsreihe: Goldener Scheckenfalter – Leitart der  
  Biosphärenregion Bliesgau
- Schmetterlingskalender: Schmetterlinge der Biosphäre Bliesgau
- Schulpatenschaft:  Schmetterlinge im Unterricht
- Kooperationsprojekt mit dem Ökologischen Schullandheim:
  „Bildungsbaustein Schmet­terlinge der Biosphärenregion“ 
- Kinderbüchlein: „Erwachsen werden ist so schwer –
  Geheimnisse aus dem Leben der Schmetterlinge“

 


Wir freuen uns über Rückmeldungen, Anregungen und Spenden, durch die Sie uns helfen können, diese und andere Projekte umzusetzen. 

Unser Spendenkonto:
Udo Gerhardt Schmetterlingsstiftung
Kontonummer: 7000 210 204
Bankleitzahl: 592 912 00
Volksbank Saar-Pfalz eG

Kontakt:
Udo Gerhardt: 06842-930721
gerhardtweyerich@t-online.de
schmetterlingsstiftung@t-online.de


Der Goldene Scheckenfalter (Euphydryas aurinia)

Vielleicht die Leitart der Tagfalter im Bliesgau. Er ist ein Bewohner der Kalkmagerrasen. Eine Wärme liebende Art, die in vielen Regionen Deutschlands bereits ausgestorben oder vom Aussterben bedroht ist. Im Biosphärenreservat finden sich an vielen Stellen zum Teil noch sehr große Populationen. Die Raupe lebt an der Taubenskabiose. Als besonders geschützte Art hat das Saarland für diesen Falter eine besondere Verantwortung.


Kleiner Schillerfalter (Apatura ilia)

Lebensraum des Kleinen Schillerfalters ist der Wald. Er ist in Auenwälder der Blies und in den Laub- und Mischwälder des Kirkeler Waldes oder der bewaldeten Bliesgauhügel zu finden. Wie viele andere waldgebundenen Tagfalterarten ist sein Bestand stark im Rückgang begriffen. Ursache hierfür ist u.a. eine Verdunkelung unserer Wälder durch einen dichten Bewuchs. Ihm fehlen sonnenbeschienene Wege, Lichtungen etc. Der Falter saugt gern an nassen mineralreichen Böden und Exkrementen. Die Raupe frisst die Blätter der Zitterpappel und Schwarzpappel. Ohne eine Berücksichtigung seiner Biotoperfordernisse in der Waldwirtschaft ist sein Überleben in unseren Wäldern fraglich.  



 Brombeer-Permutterfalter (Brenthis daphne)

Der Brombeer-Perlmutterfalter ist ein „Neumitglied“ unserer Schmetterlingsfauna und erst seit wenigen Jahren bei uns heimisch. Wie kein anderer Tagfalter profitiert er vom Klimawandel. Sein ursprüngliches Verbreitungszentrum liegt in Zentralfrankreich. Von dort aus hat er sich bis in das Biosphärenreservat Bliesgau vorgearbeitet. Er ist eine waldgebundene Art, die jedoch einen hohen Bedarf an Wärme benötigt. Sonnenbeschienene und windgeschützte Standorte des Waldes sind sein Lebensraum. Falter und Raupe ernähren sich von der Brombeere. Aufnahme der Paarung vom 22.06.2006 in Rubenheim / Bliesgau 


Großer Feuerfalter (Lycaena dispar)

Der Falter bewohnt die feuchten Wiesen, Gräben und Gewässerränder. Er ist insbesondere in den Auenbereichen der Blies zu finden. In vielen Bundesländern ist diese Art stark gefährdet oder vom Aussterben bedroht. In den Auen des Bliesgaus bis hin zu den Tälern des Kirkeler Waldes ist der Große Feuerfalter noch häufig zu finden. Die Raupen leben an breitblättrigen, nicht sauren Ampferarten. Der Falter saugt gern am Baldrian. Angesichts der bundesweit rückläufigen Bestandszahlen hat das Biosphärereservat  Bliesgau für diese Art eine große Verantwortung. 



 
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